AGB für meinen Online-Shop — was muss rein?
Allgemeine Geschäftsbedingungen für einen Online-Shop müssen wirksam einbezogen sein und dürfen Kunden nicht unangemessen benachteiligen. Was rechtssichere Shop-AGB enthalten müssen — inklusive Widerrufsrecht.
Wer online verkauft, braucht mehr als ein paar Textbausteine aus dem Netz kopiert. Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind vorformulierte Vertragsbedingungen, die Sie Ihren Kunden bei Vertragsschluss stellen (§ 305 Abs. 1 BGB). Damit sie tatsächlich gelten, müssen sie wirksam in den Vertrag einbezogen werden und dürfen Ihre Kunden nicht unangemessen benachteiligen (§ 307 Abs. 1 BGB) — sonst sind einzelne Klauseln unwirksam, und im Streitfall gilt an ihrer Stelle das Gesetz.
Womit ich Ihnen helfe
- Erstellung rechtssicherer AGB für Ihren Online-Shop
- Prüfung bestehender AGB auf unwirksame Klauseln
- Anpassung an Ihr konkretes Geschäftsmodell (B2C, B2B oder beides)
- Beratung zum Widerrufsrecht und zur richtigen Widerrufsbelehrung
Wirksame Einbeziehung, Inhaltskontrolle und Widerrufsrecht
Damit Ihre AGB überhaupt Vertragsbestandteil werden, müssen Sie den Kunden vor Vertragsschluss ausdrücklich auf sie hinweisen und ihm die Möglichkeit geben, in zumutbarer Weise vom Inhalt Kenntnis zu nehmen — im Online-Shop üblicherweise durch einen klar sichtbaren Link samt Bestätigung vor Abschluss der Bestellung (§ 305 Abs. 1, Abs. 2 BGB). Inhaltlich dürfen einzelne Klauseln den Kunden nicht entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen benachteiligen (§ 307 Abs. 1 BGB) — das betrifft häufig Haftungsausschlüsse, Zahlungsbedingungen oder Gewährleistungsklauseln, die zu weit gefasst sind.
Verkaufen Sie an Verbraucher, kommt das Widerrufsrecht hinzu: Bei Fernabsatzverträgen steht Verbrauchern grundsätzlich ein Widerrufsrecht zu (§ 312g Abs. 1 BGB), das sie innerhalb der gesetzlichen Frist ohne Angabe von Gründen ausüben können; die Frist beträgt im Regelfall vierzehn Tage (§ 355 Abs. 2 BGB). Für bestimmte Waren und Dienstleistungen — etwa maßgefertigte Waren oder versiegelte Hygieneartikel — sieht das Gesetz Ausnahmen vor (§ 312g Abs. 2 BGB). Eine korrekte Widerrufsbelehrung ist dabei ebenso wichtig wie die AGB selbst, da Fehler hier zu einer Verlängerung der Widerrufsfrist führen können.
Mehr zu AGB, Impressum und Vertragsrecht auf der Themenseite Vertragsrecht.
So gehe ich für Sie vor
Ich erstelle oder prüfe Ihre Shop-AGB mit Blick auf Ihr konkretes Geschäftsmodell, achte auf wirksame Einbeziehung und entferne Klauseln, die einer Inhaltskontrolle nicht standhalten würden. Verkaufen Sie an Verbraucher, stimme ich Widerrufsrecht und Widerrufsbelehrung mit den übrigen Vertragsunterlagen ab, damit alles aus einem Guss ist.
Lassen Sie Ihre AGB lieber einmal gründlich prüfen, statt später einzelne Klauseln verteidigen zu müssen.
Dieser Beitrag gibt allgemeine Informationen und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Stand: 2026-06-13.